Kollateralschaden
Aus der Sprache der Krieger und soll militärisches Töten und Zerstören bezeichnen, das "nicht beabsichtigt" sei: Tod und Zerstörung durch Zielverfehlung.
Der Begriff "Kollateralschaden" stieß mir während des Kosovo-Kriegs übel auf, als die in 5.000 Metern Höhe umherjagenden Bomber einen Flüchtlingskonvoi mit Raketen angriffen und töteten. Die Flüchtlinge waren für serbische Soldaten gehalten worden. - Tote Soldaten nennt man "Verluste".
"Kollateralschäden" werden von den Kriegführenden als "unvermeidlich" hingestellt.
Wenn man "Kollateralschäden" vermeiden will, dann darf man eben keine Kriege führen.Wer Kriege führt, nimmt Kollateralschäden "billigend in Kauf" und kann sich nicht herausreden, was er "nicht gewollt" habe.
@Kathrin, das sind die richtigen & wichtigen Fragen, aber so oft ich dazu schrieb, ließ sich das Dilemma nicht auflösen:Trotzdem lohnt es, Szenarien/Risiken zu antizipieren. Und wir können das & vielen gehört es zum Beruf.
Das Handwerkszeug ist um Logik bemüht systematisches Denken, aber die PsychoLogik kann uns vieles verzerren & Zufälle bewirken Unwägbarkeiten.Ob bspw. die 11/9-Flugzeuge hätten abgeschossen werden können & müssen, wurde damals viel diskutiert, mitunter vergessend, dass erst mit dem 2. Einschlag klar wurde, dass es kein Unfall ist.
Auch deshalb sagte das BVerfG zu solchen Fragen "Nein" und argumentierte vor allem ethisch (Menschenwürde) wirklich gut, aber sehr wahrscheinlich hätte ich es im Falle hinreichender Gewissheit des Geschehens dennoch getan, also Menschenleben gegeneinander aufgerechnet - allen schönen Sprüchen entgegen, weil mir eben doch nicht die Rettung eines Menschenlebens der Menschheitsrettung gleichzusetzen ist.
#Kollateralschaden"" wird es genannt & da gibt es dann leider viel populistischen Unterschied, die Menschenleben & Güter auf anderer Seite geringer zu schätzen als auf der eigenen Seite. - Mir ist es in der Familie, es nicht zu dürfen.
Das gelingt oft nicht, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es "besser" ist & die Rücksichtslosigkeit keine Alternative. - Mehr lässt sich dazu nicht sagen & das Dilemma bleibt trotzdem.
Markus S. Rabanus 2026-10-09 11 9
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