Atomwaffenteststoppvertrag

1963, in Konsequenz der Verheerungen durch gigantische Atomwaffenversuche wurden sie zunächst auf unterirdische Tests beschränkt.

1985, KPdSU-Generalsekretär Gorbatschow erklärt während der Weltfestspiele in Moskau ein einseitiges Moratorium für Atomwaffentests.

1996, Atomwaffenteststoppvertrag: wurde von Frankreich, Großbritannien und Russland unterschrieben und ratifiziert, nicht jedoch von den USA, China, Indien, Pakistan, Indonesien, Kolumbien, Nordkorea, ...

Für die USA hatte zwar Bill Clinton das Abkommen unterschrieben, aber George W. Bush ließ es dann nicht ratifizieren.

1998, Deutschland und Österreich haben das Abkommen ratifiziert.

1999, Schweiz ratifiziert das Abkommen, US-Senat lehnt Ratifizierung ab.

2005, September UNO-Generalsekretär Kofi Annan mahnt die Ratifizierung des Atomwaffenteststoppvertrags an.

2009, US-Präsident Obama kündigt die Ratifizierung des Atomwaffenteststoppvertrags an. 

Bis Februar 2012 ratifizierten 182 Staaten das Abkommen, zuletzt Indonesien. Viele wichtige Atomstaaten ratifizierten noch immer nicht.

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Der Nuklearwaffenteststopp-Vertrag (engl.: Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty, CTBT) ist ein noch nicht in Kraft getretener internationaler Vertrag über ein vollständiges Verbot von Kernwaffentests. Er wurde von der UN-Konferenz für Abrüstung ausgearbeitet und am 10. September 1996 mit 158 von 173 Stimmen von der UN-Generalversammlung angenommen. Seitdem liegt er der internationalen Staatengemeinschaft zur Unterzeichnung und Ratifizierung vor. Er tritt in Kraft, sobald die im Annex 2, Artikel XIV namentlich angeführten 44 Staaten den Vertrag ratifiziert haben, welche laut Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) Atomenergieanlagen nutzen und somit über Kernwaffentechnologie verfügen.

Ratifizierung

Sobald der Vertrag in Kraft tritt, nimmt die autonome Überwachungsorganisation CTBTO mit Sitz in Wien ihre Arbeit auf. Bis dahin ist die Vorbereitende Kommission (Preparatory Commission, kurz PrepCom) seit 1997 damit beauftragt, ein weltweites Überwachungssystem aufzubauen. Dieses internationale Überwachungssystem besteht aus einem Netz von verschieden Stationen: seismologische Messstationen, Radionukliddetektoren, Infraschallstationen und Stationen zur Hydroakustiküberwachung. Bis März 2007 waren 192 von 321 Messstationen fertig.  

Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffenteststopp-Vertrag 200904/201212

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